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Bona-wie ist ein Hova-was?“
Übersetzung: Bona Dea ist ein Hovawart!
Dieser Satz begleitet mich seit einigen Jahren. Seit 2001 verbringe ich
meine Zeit mit einer Kreuzung zwischen Känguruh, Kobold und
Kuschelmonster. Die drei „Ks“ mal ganz anders. Auf den Hovawart bin ich
schon vor vielen Jahren gestoßen. In meiner favorisierten Fahrschule
lag immer ein blonder Rüde rum und kam mal gucken, ließ sich streicheln
und fiel wieder um.
? Beeindruckend, solch ein souveränes Verhalten. Da konnte der Bär
steppen, der Hund war immer ausgeglichen. Dann schleppt einer meiner
Freunde eine schwarze Hovi-Hündin mit. Ich begrüßte sie mit den Worten:
Gibt es die auch in groß? Wer Alfa gekannt hat, weiß, sie war
entsprechend kräftig. Sie hat mich dann aber voll und ganz von den
Vorzügen eines Bauernrekels überzeugt. So war der Plan gefasst, es soll
ein Hovi her!
Nach einer ausgedehnten Internetrecherche bin ich auf die Züchter der
Grauzone ( www.ausdergrauzone.de ) gestoßen. Dort habe ich den
Eignungstest für Welpenkäufer überlebt. Der ging in etwa so: Klingeln
an der Gartentür, Haustür auf und es ergossen sich vier tobenden
Hovi-Ladies in den Garten, rannten auf den Zaun zu und bellten uns an
und aus. Vorangegangen waren mehrere inquisitorische Befragungen.
Jedenfalls wurde mir aus dem B-Wurf aus der Grauzone die einzige dunkle
Hündin anvertraut. Ich wollte ja gerne einen schwarzen Hund haben,
siehe oben. Mir war nicht klar, dass ich das Rudel mit auf den
Lebensweg bekomme. Aber heute genieße ich die menschliche Unterstützung
sehr und mag die „Mädels“ wie meine eigene Hündin.
Da sagte dann mal mein Züchter zu mir: „Können Sie sich vorstellen, mal
mit dem Hund auf eine Ausstellung zu gehen?“ Und das mir! Ich war kein
Vereinsmeier und wollte doch nur einen Hovawart. Nach nunmehr neun
Jahren möchte ich den Hundeplatz nicht missen, auch wenn -13 Grad
Celsius doch irgendwann kalt sind. Und bei der letzten Ausstellung
sorgte ich für einen echten Lacher, als dort in der Bewertung stand,
dass der Hund nach entsprechender Disziplinierung auch schön im Ring
läuft. Zur Vereinsmeierei muss ich sagen, der Job als Schriftführerin
scheint irgendwie an mir zu kleben. ( www.hovawartfreunde-berlin.de )
Zu uns gibt es natürlich auch etwas zu berichten. Ich bin 1965 in
Berlin geboren und lebe auch dort, wenn ich nicht gerade meinen Wurf
betreue. Das ist in einer Mietwohnung im dritten Stock weder für die
Prägung der Welpen, noch für die Nachbarn oder meine Fußböden optimal.
Die Aufzucht erfolgt im befreundeten Zwinger der Grauzone.
Ich arbeite seit 20 Jahren für die Berliner Verkehrsbetriebe und dort
bei der U-Bahn. Bona Dea darf oft mit zu Terminen oder sie begleitet
mich in mein Büro. Sie ist sehr gut sozialisiert und liebt Menschen.
Dieser Hund schafft es, schon morgens um 3:00 Uhr überall gute Laune
mit seinen Kapriolen zu verbreiten. In der Stadt ist sie sicher und
eine angenehme Begleiterin.
An dieser Stelle möchte ich mal eine Lanze für die Hovis in Großstädten
brechen! Es ist den Hunden völlig egal, ob wir in einer Telefonzelle
mit ihnen leben. Sie möchten dann Action haben, wenn wir die Tür
öffnen. Mein Hund liebt den Winterfeldmarkt, badet in Pichelswerder und
marschiert auch mal mit mir durch das KaDeWe. In Restaurants liegt sie
stundenlang unter dem Tisch und verbreitet kein Bild und keinen Ton.
Sie kommt mit in Seminare, zum Arzt und liebt das S-Bahn-Fahren.
Im Savoy-Hotel hat sie das ganze Restaurant zum Lachen gebracht. Sie
durfte unter dem Tisch aus einem Napf Wasser saufen, streckte sich
etwas und ließ einen Rülpser hören, der die Gardinen zum Wehen brachte
(das hat sie von ihrer Mutter!). Ich zeigte nur schnell unter die
Tischdecke, als alle Köpfe herumfuhren und sauer schauten. Kurze Pause
und Einsetzen des Gelächters!
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